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Bildband „Sagenhaftes Deutschland“ ab Ende Januar wieder im Buchhandel

15 Jan

Nachdem mein Bildband „Sagenhaftes Deutschland“ noch vor Weihnachten vergriffen war, kommt die zweite Auflage des Buches wieder in den Handel.

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Neuer Bildband: Sagenhaftes Deutschland

25 Nov
Sagenhaftes Deutschland Kilian Schönberger

Sagenhaftes Deutschland Kilian Schönberger

Vor wenigen Tagen erschien mein erster eigenständiger Bildband: Sagenhaftes Deutschland – Eine Reise zu mythischen Orten im Verlag Frederking & Thaler.

2014 begab ich mich auf eine 12 Monate dauernde Reise quer durch Deutschland, stets auf der Suche nach Orten, an denen der Geist alter Märchen und Sagen auch heute noch lebendig ist. Von den Berchtesgadener Alpen bis nach Sylt, vom Hohen Venn bis ins Zittauer Gebirge führten mich meine Touren. Dabei legte ich 70.000 Kilometer zurück, erlebte die wunderlichsten Wetterstimmungen und lernte das Land von einer völlig anderen Seite kennen. Nebel und düsteres Zwielicht sollten meine steten Begleiter werden. Neben bekannten Orten wie Watzmann oder die Externsteine erkundete ich auch viele kleine und versteckte Plätze. Wer hat zum Beispiel schon mal was vom Föllbachwasserfall oder der Veste Putzar gehört. So entstand auf 240 Seiten ein ungewöhnlicher Bildband von Deutschland. Burgen, Moore, Steingräber, Heilige Berge und uralte Bäume geben sich ein Stelldichein.

Bezogen werden kann der Bildband über Frederking & Thaler:

Sagenhaftes Deutschland bestellen

Allee Niederbayern

Ein paar mehr Informationen zu meiner Person und zum Bildband bietet der Pressetext:

Kilian Schönberger, 30 Jahre, Fotograf des Bildbands „Sagenhaftes Deutschland“
Der heute in Köln arbeitende Fotograf wurde 1985 geboren und wuchs in Tännesberg in der ostbayerischen Oberpfalz auf. Das Geografiestudium mit den Nebenfächern Soziologie und Städtebau führte Kilian Schönberger nach Bonn. Diese Fächerkombination ging über in den thematischen Schwerpunkt seiner autodidaktischen fotografischen Arbeiten: Das Spannungsfeld zwischen den Natur- und Stadtlandschaften. Gleichzeitig mündete dieser Ansatz im Thema seiner Diplomarbeit über die Funktion von Stadt- und Naturlandschaften in der Werbung.
Angeregt durch die Geografie als Raumwissenschaft strebt Schönberger eine Verknüpfung von Geografie und Fotografie an: Die Wissenschaft vom Raum soll sich mit der den Raum darstellenden Fotografie zu einer Einheit verbinden. Seine Bilder sollen nicht nur reine Naturdokumente sein, sondern gleichzeitig visuell erlebbare Räume. Das Ziel ist, die Augen des Betrachters für die Wahrnehmung des Besonderen sowohl im scheinbar Alltäglichem als auch im Verborgenem zu öffnen.
Die Fokussierung auf die Fotografie erfolgte während des Studiums durch längere Auslandsaufenthalten in Island und Norwegen. Zurück in Deutschland beschäftigte sich Schönberger zunehmend auch mit der Landschaftsfotografie in den Mittelgebirgen. Besonders in seiner alten Heimat, dem Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien mit den Naturlandschaften Oberpfälzer Wald, Bayerischer Wald und Böhmerwald, fand er zunächst seine Motive.
Bei der Recherche zu diesen Landschaften konnte der Fotograf auf seine Kenntnisse zu den lokalen Märchen und Sagen zurückgreifen. So hat er bereits zur Schulzeiten eine Art Kataster dieser Orte – heute würde man es Geopark nennen – im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend Forscht“ angelegt. Da im 19. Jahrhundert besonders in der Oberpfalz durch den Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth alte Überlieferungen schriftlich festgehalten wurden, konnte Schönberger aus einem gut gefüllten Reservoir an Sagenstoffen schöpfen.  
Die Herangehensweise, Sagenorte fotografisch zu erkunden, mündete schließlich in das Buchprojekt „Sagenhaftes Deutschland“ mit dem Münchner Verlag „Frederking & Thaler“. Ein Jahr lang begab sich Kilian Schönberger auf eine Reise quer durch Deutschland. Beinahe 70.000km legte er dafür in den vergangenen Monaten zurück. Die Suche nach den passenden Motiven – Orte die nicht nur im Text sondern auch fotografisch abgebildet sagenhaft wirken – führte ihn in alle Winkel des Landes. Während im Fernsehen und Kino Produktionen wie „Game of Thrones“ und „Der Hobbit“ das Publikum in scheinbar verzauberte Welten entführten, machte sich Schönberger auf derartige Schauplätze in der Realität zu finden.
Die visuelle Inspiration für die Arbeit an diesem Buch zog Kilian Schönberger einerseits aus dem Werk Caspar David Friedrichs und aus den Illustrationen von Märchenbüchern. Gerade aber auch die Bildsprache im Nachbarland Tschechien hat es Schönberger angetan: So das Werk des Fotografen Martin Milfort und des böhmischen Grafikers Josef Váchal. Aber auch die klassischen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Tschechien produzierten Märchenfilme.
Die Fotografien Kilian Schönbergers wurden in Ausstellungen in Deutschland, Tschechien und Frankreich gezeigt. Seine Arbeiten sind in den Bildbänden: „The Great Wide Open – New Landscape and Outdoor Photography“ and „Outsiders: New Outdoor Creativity“ vertreten und . wurden in Medien wie CNN, arte, Stern, La Repubblica, Smithsonian Magazine, Huffington Post, TV5 und dem Bayerischen Rundfunk präsentiert. Daneben arbeitet Schönberger für Unternehmen und Einrichtungen wie den Softwarehersteller Adobe oder die Bayerische Staatskanzlei.

Mühle Oberpfälzer Wald

Kirschblüte Bonn – Heerstraße Altstadt

29 Apr

Kirschblüte Bonn Altstadt

Impressionen von der Kirschblüte in Bonn 2013

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (1)

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (2)

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (3)

 

 

Kirschblüte Bonn  Heerstraße

 

Kirschblüte Bonn Altstadt Heerstraße 2013 (6)

Krummer Wald – Krzywy Las – Crooked Forest

25 Apr

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (6)

Ein ganz besonderer Wald an der Grenze zwischen Deutschland & Polen

Der 25. April ist der „Tag des Baumes„. Anlass genug, über einige sehr bemerkenswerte Baumexemplare zu berichten. Bei meinen fotografischen Exkursionen bin ich bereits auf einige spannende Baumexemplare gestoßen. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, einige besonders eigenwillige Baumgestalten zu besuchen. Die Rede ist vom sogenannten „Krummen Wald„, nahe der Deutsch-Polnischen Grenze, eine halbe Stunde südlich von Stettin (Szczecin) im Bereich des Oder Nationalparks.
Bereits seit einigen Jahren schwirren die Bilder vom „Krummen Wald“ in meinem Kopf umher. Der Name rührt daher, dass sich in dem kleinen 1,3ha großen Waldstück eigenwillig wachsende Kiefern finden. Das Besondere an diesen Kiefern ist, dass sie knapp über oder direkt am Boden um 90° gekrümmt sind und im weiteren Verlauf einen sehr kurvig ausgeprägten Wuchs aufweisen. Scheinbar wider jeglicher natürlichen Vernunft wachsen die Bäume kreuz und quer empor. Mehrere Dutzend dieser deformierten Bäume stehen zusammen und erreichen mit ihren Kronen Höhen von 11-12m – was der Höhe des umgebenden „normalen“ Waldes entspricht.

Krummer Wald Krzywy Las

Anfahrt:

Am einfachsten scheint die Anfahrt von Mescherin, einem deutschen Ort im Nationalpark unteres Odertal, zu sein. Von dort aus überquert man die beiden Oderarme (West- und Ostoder) Richtung Polen. Am anderen Ufer erstreckt sich die Industriestadt Gryfino (Greifenhagen). Dort biegt man an der zweiten größeren Straße rechts ab und fährt auf die Straße „Luzycka“, die ein Teil der Straße Nummer 31 ist. Dieser Straße folgt man einige Minuten und hält sich an einer Gabelung rechts in Richtung „Nowe Czarnowo“ / Kohlekraftwerk Kraftwerk „Dolna Odra“ (die Straße 31 führt an der Gabelung links weg). Auf dieser Seitenstraße bleibt man wiederum einige Minuten, sie wird von Industrie- und Gewerbebauten gesäumt. Nach einem kurzen Stück mit Wald zu beiden Seiten sieht man am rechten Straßenrand ein Hinweisschild zum „Krzywy Las“ (neben den Fernwärme-Rohren). Dahinter steht ein fünfstöckiger Plattenbau der wenig idyllisch anmutend – ebenso wie die Leitung (siehe auch Anfahrts-Grafik). Vom Schild sind es noch 300m bist zum „Krummen Wald„. Man umrundet den Plattenbau samt Spielplatz und Rohrsystem und steht plötzlich unversehens zwischen den krummen Bäumen. Im ersten Moment ein bisschen Ernüchterung, die Bäume stehen am Rand des Waldes, vom Plattenbau und den Industrieanlagen klingt Lärm herüber. Der Boden rund um die Bäume ist trotz eines (überfüllten) Mülleimers relativ stark mit Plastikabfällen verschmutzt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Vegetation wegen des langen Winters noch nicht so entwickelt war und die Stadt Greifenhagen noch nicht zum Frühjahrsputz rund um eine ihrer Hauptsehenswürdigkeiten aufgerufen hat. Schnell gewann dann aber die Verwunderung ob dieser Laune der Natur wieder die Oberhand. Als fotografische Herausforderung sind die schrägen Kiefern auf jedenfall auch nicht zu unterschätzen, die Wahl geeigneter Blickwinkel kann mitunter trickreich sein.

Krummer Wald Krzywy Las Anfahrt Lage Karte

Die Frage nach dem Warum?!

Der „Krumme Wald“ hat in den letzten Jahren im Internetz zunehmend Karriere gemacht. Immer wieder taucht er quer durchs Internet in Listen von obskuren Orten und Mysterien auf. Die merkwürdige Wuchsform hat natürlich auch die Phantasie der Menschen beflügelt. Zu gerne hätten einige „Kraftort-Sucher“ in den Bäumen die Wirkung von Magie, kosmischer Strahlung oder ähnlichem gesehen. Was natürlich rein rational keinerlei Sinn macht und durch die Lage nahe der Siedlung strahlt der Ort auch keinerlei geheimnisvolle Ruhe aus.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (4)

Wenn also die esoterisch angehauchten Ursachen mal außen vor bleiben sollen, hätten die Naturwissenschaften vielleicht weiterhelfen können. Aber auch nur vielleicht: Denn sowohl die Krümmung durch Witterungseinflüsse wie Stürme etc., als auch die Wachstumsbeeinträchtigung durch geomorphologische Prozesse wie Bodenfließen können ausgeschlossen werden, da die übrigen Bäume des Waldstückes völlig normal und gerade in den Himmel wachsen.
Die Faktenlage ist dünn – das einzige was als wirklich bewiesen gilt ist, dass die Bäume im Jahr 1934 gepflanzt wurden. Heute geht man weitgehend davon aus, dass die besondere Form des Holzes mit der beabsichtigten Nutzung zusammenhängt. In diesem Zusammenhang ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Bäume in einer Zeit gepflanzt wurden, als Gryfino als Greifenhagen noch zum Deutschen Reich gehörte. Durch die Verteibung der deutschen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkrieges könnte also die ursprüngliche Nutzungsabsicht sehr wohl in Vergessenheit geraten sein. In der Vergangenheit wurde oft darüber spekultiert, dass die Bäume bewusst in dieser Form gezogen wurde, um gebogenes Holz für Fässer, Boote oder Schlittenkufen zu gewinnen. Wobei es relativ einleuchtend scheint, dass ein krumm gewachsener Baum nicht die Grundlage für ein maßgenaues Arbeiten mit Holzbrettern ist.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (7)

Vor vier Jahren schließlich prästentierte ein Vertreter des Landesverbandes der Schulgeographen Mecklenburg-Vorpommern, Regionalgruppe Rostock – Dr. Heinz Niemann Siggelkow – folgende Lösung für das Rätsel des „Krummen Waldes„: Er berief sich auf die Forstmethode des „auf den Stock hauens„, welche bis ins 20. Jahrhundert hinein in Mitteleuropa verbreitet war. Triebfähige Jungbäume wie Erle, Eiche, Weide und Linde wurden nach einigen Jahrzehnten oberhalb des vom Boden aus ersten Triebes abgeholzt. Die neuen Triebe an der “Schnittstelle” konnten als Nutzholz geerntet werden (vgl. die „Kopfbuchen“ im Bonner Kottenforst). Da Kiefern nicht neu austreiben musste der Fall von Gryfino noch ein wenig anders gelagert sein – Dr. Siggelkow bezieht ihn auf eine Art Weihnachtswunder…

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (1)

Im Zeitraum Mitte bis Ende der sechziger Jahre ist hier in einem Winter eine größere Ladung Weihnachtsbäume zusammengestellt worden. Vermutlich war im nahen Szczecin in diesem Winter das Weihnachtsbaumangebot dermaßen hinter der Nachfrage zurück geblieben, dass kurzfristig auch mit Jungkiefern ein gutes Geschäft zu machen war (der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch gut daran, dass in einem Winter dieses Zeitraumes infolge eines sehr frühen und außerordentlich schneereichen Wintereinbruchs hunderttausende Weihnachtsbäume im Thüringer Wald und Erzgebirge liegen geblieben sind und auch er mit einer Jungkiefer vorlieb nehmen musste).“ (Siggelkow, 2009)

Demnach könnte also Weihnachtsbaummangel die Ursache gewesen sein, dass die Kiefern  an der Oder „auf den Stock gehauen“ wurden um später den erstarkten Seitentrieb als vollwertige Ersatzholzquelle nutzen zu können. Wobei ich nicht zu 100% überzeugt bin von dieser Theorie. Dazu müsste man wissen, ob die seitlichen Triebe altersmäßig mit den von Dr. Siggelkow angesprochenen Zeiträumen einer möglichen Fällaktion übereinstimmen. Dennoch ist dieser der für mich plausibelste Erklärungversuch.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (8)

Alles in allem ist der „Krumme Wald“ einen Abstecher wert. Nicht nur wegen der Rätsel um seine Entstehung, sondern auch daher, dass es die einzig bekannte Baumansammlung ist, die diese besondere Wuchsform aufweist.

Krummer Wald Krzywy Las crooked forest (2)

Fotografie: Interview auf clickpix.eu

28 Nov

Link zum Interview

 

Auf dem von Torsten Muehlbacher betriebenen Foto- und Reiseblog clickpix.eu gibt es seit heute ein Interview mit mir zu lesen. Daneben schreibt Torsten auf seiner Seite noch über Wandermöglichkeitenin seiner Heimat Tirol. Empfehlenswert sind auch die Interviews mit den anderen Fotografen in der Rubrik „Hinter der Kamera“, da sie einen guten Einblick in die Vielfalt fotografischen Schaffens gewähren.

 

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