Fotografie: Bayerische Spezialitäten

14 Mrz

Konzeptionelle Fotoserie zum Begriff „Heimat“

Im Rahmen eines internen Wettbewerbs auf der Fotografieplattform luxundlaune hab ich mich fotografisch mit dem abstrakten Begriff „Heimat“ auseinandergesetzt. Den konventionellen Rahmen sprengend hab ich mich für eine Umsetzung entschieden, die eine mögliche Beziehung zu Heimat im Alltag aufgreift. Regionalität als ikonisiertes Qualitätsmerkmal für authentische Produkte. Der Käufer soll teilhaben an der Glückseeligkeit und Gemütlichkeit der Herkunftsregion. In meinem Falle eben Bayern. Denn im Supermarktbayern ist die Welt noch in Ordnung.

„Die Fotoserie karikiert anhand von bei Aldi gekauften Lebensmitteln, dass Produkte heute aus dem speziellen regionalen Kontext gelöst werden. Aus dem Discounter-Sortiment hab ich mich für klassische bayerische Spezialitäten entschieden in Bezug auf meine eigene Identität. Regionale Produkte als authentische Qualitätsgaranten – und dass sofort und überall. Ein Genuss, der den Konsumenten vermeintlich teilhaben lässt an der Idylle regionaler Produktionslandschaften. Da ist die Welt noch in Ordnung. Ein Stück genießbare Heimat und Nestwärme wird vorgegaukelt, aber gleichzeitig werden die Besonderheiten in den Regionen selbst durch die allgemeine Verfügbarkeit nivelliert. Heimatliche Vielfalt und Identität stiftende Tradition wird zur leeren und universell austauschbaren Vermarktungshülle. Eine Wurst wird zu Bayern im Tellerformat. Ein Stück Heimat zum anbeißen für jeden.“

 
 

 
 

 
 

 

 

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