Weitblick Diskussionsabend: Entwicklungshilfe ein Eigentor?

20 Mai

Einige Bilder (entstanden bei eher ungünstigen Lichtverhältnissen und ISO 800 – eine Qual für die 400D) – Kurt Gerhardt in Pullover, Ludger Reuke im Jacket:

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Gestern Abend kam ich relativ spontan zu einem „Presse“ Einsatz bei einer Abendveranstaltung von Weitblick Bonn. Weitblick ist eine Studenteninitiative die 2008 von einigen Studenten angeregt wurde. Heute hat der eingetragene Verein 70 Mitglieder und kümmert sich im In- und Ausland um Projekte, die  den Leitgedanken „Fördern – Vermitteln – Bilden“ folgen.  Anders als andere Studenteninitiativen ist weitblick nicht als Karriere-Netzwerk gedacht, stattdessen engagiert man sich primär für einen weltweit gerechten Zugang zu Bildung. Ehrenamtliches Engagement und studentisches Know-how unterschiedlicher Fachrichtungen sind die Grundlage vielfältiger Aktivitäten, in denen sich Studierende für Bildung sowohl weltweit als auch in Deutschland engagieren oder bereits bestehende Projekte unterstützen.

Es ist sehr empfehlenswert, die Initiativen von Weitblick Bonn weiter zu verfolgen. Weitere Informationen über Projekte, Mitgliedschaft etc. finden sich auf der Bonner Weitblick-Webpräsenz.

Anlässlich der Fußball WM in Südafrika bietet Weitblick derzeit eine Reihe von Abendveranstaltungen mit dem Themenschwerpunkt Afrika an. Am gestrigen Tag war die im Rahmen des Dies Academicus an der Universität Bonn eine Diskussion mit zwei Experten welche die Frage „Entwicklungshilfe – Ein Eigentor?“ in Vorträgen und danach im Plenum diskutierten.

Als Referenten konnten Kurt Gerhardt und Ludger Reuke gewonnen werden.

Kurt Gerhardt ist Journalist und war lange Zeit für den DEED in Westafrika tätig. Er ist einer der Mitinitiatoren des Bonner Aufrufes, der die immer neuen Forderungen nach mehr Geld für Entwicklungshilfe kritisiert und eine andere Entwicklungspolitik für Afrika postuliert.

Ludger Reuke ist entwicklungspolitischer Referent von Germanwatch. Er ist Mitinitiator des Memorandums 2009 zur Entwicklungspolitik, mit welchem eine Reihe von Experten aus der Entwicklungspolitik zusätzliche – auch finanzielle – Anstrengungen für die Entwicklungspolitik „in Zeiten weltweiter Krisen“ von der Bundesregierung einfordern.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht, so dass viele Plätze im Hörsaal 9 des Unihauptgebäudes besetzt waren. Die Vorträge und auch die Diksussion danach wurden äußert lebhaft und auch kontrovers geführt. Die beiden Referenten konnten Einblicke in ihre Auffassung von Entwicklungspolitik vermitteln und teilweise auch die oft vornehmlich ideologischen Ideen folgende Studentenschaft zum Nachdenken anregen.

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