Tanz Baby!

12 Feb

Wiener Lieder. Toll! Irgendwo zwischen deutschem Schlager und NDW beeinflussten Songstrukturen wurmen sich die Lieder des wiener Duos Tanz Baby! in die Gehörgänge. Zunächst mag einem eine Ähnlichkeit mit Alexander Marcus in den Sinn kommen – aber das hier ist Kunst wogegen AM Crap mit geringer Halbwertszeit ist. Wenn Sänger David in seinem schwarzen Anzug minimalistisch zum Mittelpunkt der Bühne wird und mit der unergründlichen Tiefe der Schatten verschmilzt, treffen die Texter von Mu die Empfindungen des Zuhörers. Eine rastlose Generation, mehr nachts lebend als tagsüber, findet sich wieder in diesen kleinen Abhandlungen zu vertrauten Emotionen wie Liebe, Vermissen und Sehnsucht. Durch die abgerissenen Gassen nächtlicher Großstädte erklingen so jene Stimmen die einem oft auf dem nächtlichen Heimweg begleiten. Traurige Trompeten, Akkordeonklänge und eine alte Heimorgel bilden den Klangteppich für die musikalischen Nachtlebenanekdoten. Musikalische Anleihen findet man von NDW und Schlagern über Chansons bis hin zu balkanesken Klängen. „Das singende Ich ist hier kein quasi-authentisches, sondern vielmehr eine Projektionsfläche für Gefühle und Geschichten, die jede/r kennt. Tanz Baby! treffen mit ihrer scheinbaren Künstlichkeit und banalen Verknappung den Zeitgeist einer Generation von suchenden GlücksritterInnen – halbzusammen, andauernd verliebt und todunglücklich.“ (Presstext). Schön. Das Erstlingswerk „Liebe“ ist im Handel erhältlich. Hier nun ein paar Musikvideos des Duos:

Nur Du

Träum Kleines Träum

Ich bin Traurig

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