Zum Thema Musik

13 Apr

Meine Wurzeln und das Musikerlebnis heute

Schon mit den ersten Artikeln hier auf meinem Blog wurde deutlich, dass Musikeinträge doch einen gewissen Raum einnehmen. Die verlinkten Songs zu kategorisieren mag gar nicht mal so einfach erscheinen, denn von den Genres und der Gangart her unterscheiden sie sich doch ziemlich stark. Schwere Elektrosounds mit stampfenden Beats geben sich die Klinke in die Hand mit zerbrechlich wirkenden Melodien. Vielleicht muss ich dazu kurz einen Ausflug zu den Wurzeln meiner musikalischen Entwicklung unternehmen. Doch zunächst vorneweg – Musik ist für mich ein visuelles Erlebnis. Dadurch mag ich mich von vielen richtigen „Musikliebhabern“ (vielleicht, weiß das ja nicht, Feedback bitte) unterscheiden, für die das harmonische Gehörerlebnis der Schlüssel zu Gefallen oder nicht Gefallen ist. Ich selbst hab schon seit frühester Kindheit mehr Wert auf die optische Wahrnehmung gelegt, auf das Zeichnen, das Sehen und das Erfassen der Welt mit den Augen. Wenn ich heute ein Lied höre, entscheidet nicht mein Gehör darüber, ob es mir gefällt, sondern die Bilder, die ich während des Hörens vor Augen habe. Sprich der virtuelle optische Reiz den das Lied hervorruft. Dies sei mal als Grundlage meiner doch scheinbar unterschiedlichen Lieblingsrichtungen festgehalten.

Wurzeln

Jetzt zu den Beginnen meines Musik-Sehens: Bewusst begonnen hat das ganze irgendwann 1993 rum, als mir Ace of Base Kassetten und ähnliches in die Hände fielen. Ebenso stehe ich zu meinen Eurodancewurzeln, Marusha und Robert Miles. Dann kam die Phase des deutschen HipHops, Beginner und so. Von dort war es kein weiter Schritt mehr in die Reggae Ecke, zu Ska, Dancehall, Goa, Jungle und Drum’n’Bass. Den beiden übgeordneten Richtungen deutscher HipHop und Reggae sollte ich bis so 2005 treu bleiben. Aber langsam kamen weitere Sachen hinzu: Balkanbeat, Indie, Elektroclash, zum ersten Mal Grime und Dubstep, später dann auch Rock’n’Roll und Psychobilly. Wobei der harte Gitarrensound (Metal, Rock) mir immer fremd geblieben ist, nicht zuletzt wegen dem dadurch ausgelösten negativen Bilderkopfkino. Heute haben sich die Genres ziemliche entgrenzt, Edith Piaf läuft neben der Tiger Army. Ein turbulentes Dasein braucht eben einen abwechslungreichen Soundtrack.

Und wie unterglieder ich jetzt das Ganze? Lange Zeit hatte ich die Tendenz in „Musik zum Tanzen“, „Musik zum Nachdenken“ und „Musik zum Autofahren“ einzuteilen. Nunja, das hat sich überholt. Jetzt seh ich die Untergliederung eher auf der Basis von Emotionen:

Musik | laute Emotionen 

Der Soundtrack für die Teppichbodentanzfläche, für die innere Rebellion, für hektische Großstadtschluchten, für die Realität und zum wach werden, nächtliche Fahrten auf der Autobahn und einfach zum Rausschreien von Freude. 

Musik | leise Emotionen

Eher sanfte, scheinbar vom Wind getragene Töne, zum Nachdenken und Träumen, Musik in der Natur, zum Einschlafen, für den Übergang in die von der Phantasie belebten Zauberwelten, zum Pilze suchen und traurig sein. 

Es ist vielleicht nicht die schlechteste Idee gewesen, dies hier als Verständnisanleitung mal niederzuschreiben und bringt vielleicht ein wenig Licht in die scheinbar konfuses Genrevermischungen meines Hörerlebens. Am besten ist wohl, ich markiere die Musikposts entsprechend, so dass man sich, falls man sich selbst eher den leisen oder den lauten Emotionen verbunden fühlt, gleich ein wenig orientieren kann.

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